nockenschuhe


Geschichte des Schuhes

Fußball wurde schon in vorchristlicher Zeit in China gespielt. Es ist aber nicht bekannt ob damals schon spezielle Schuhe für diesen Sport getragen wurden. 1872 wurde das erste Länderspiel, Schottland gegen England ausgetragen, es endete 0:0, ob das an der Tatsache lag, dass es noch keine Spezialschuhe gab, kann man nicht sagen. Zwei Jahre später kam das Spiel nach Deutschland. Bis 1907 muss es Leistenschuhe gegeben haben, die mit Metalleinlagen ausgestattet waren. Diese wurden fortan, wegen großer Verletzungsgefahr, verboten. 1920 machte sich Adolf Dassler, der Gründer der bis heute bekannten Sportartikelfirma Adidas, Gedanken über spezielle Sportschuhe für jede Sportart. 1928 entstanden die ersten, mit den jeweiligen Sportlern optimierten Schuhe. Bis dahin werden Querstreben, aus Leder oder Gummi, für den nötigen Halt auf dem Rasen eingesetzt. 15-20 Jahre später stellt die Firma Vorwerk Zwillingsstollen für Fußballschuhe her. Ob beim Spielen in den Hinterhöfen oder vor einem Apartment Berlin zu diesere Zeit trägt der Strassenfußballer normal Straßenschuhe. Bei der Bundeswehr werden maximal BW Schuhe zum Fußball spielen getragen. Richtige Fußballschuhe gibt es leider nicht.

Das „Wunder von Bern“ 1954 gelang mit auswechselbaren Stollen, von denen man lange Zeit glaubte, dass Adolf Dassler sie erfunden hätte. Aber die Patentanmeldung stammt aus dem Jahre 1949 und trägt den Namen Alexander Salot, der als Manschaftsführer und Schuhmacher im Norden von Bremen immer wieder Probleme mit den genagelten Stollenschuhen hatte. Ständig mussten diese Schuhe erneuert und repariert werden und das störte Alexander Salot, der für die Reparatur zuständig war, er erfand die Schraubstollen, die zwar heute nicht mehr aus den gleichen Materialen wie damals sind, aber die Schraubtechnik ist bis heute kaum verändert worden. Frühere Patentanmeldungen, die aus den Jahren 1925 und 1931 stammen, führten nicht zu dem gewünschten Erfolg. Der SV Blumenthal, der Verein von Alexander Salot, wurde dreimal in Folge Bremer Meister.

Das „Wunder von Bern“ wurde nur möglich, weil die Spieler in der Halbzeitpause die Stollen ausgewechselt haben. Während die Ungarn mit ihren kurzen genagelten Stollenfußballschuhen, auf dem regennassen Platz, immer wieder ausrutschten, konnte die deutsche Mannschaft mit ihrem, für diese Zeit, hochmodernen Schuhe glänzen. Der für die Weltmeisterschaft eingesetzte Schuh heißt fortan „Weltmeister“ und brachte Adidas großen Erfolg. Die drei Streifen an der Seite wurden zuerst für die Seitenstabilität eingesetzt.

Auch beim Endspiel der deutschen Meisterschaft 1954 wurden Fußballschuhe mit Wechselstollen eingesetzt. Diese Schuhe, der Spieler, sollten von Rudolf Dassler, der zusammen mit seinem Bruder eine Sportschuhfirma gegründet hatte, sich aber später im Streit von ihm trennte und die Firma Puma gründete, entwickelt worden sein.

1966 wird das Modell „King“, der Firma Puma bei der Fußballweltmeisterschaft durch den portugiesischen Spieler Eusebio bekannt gemacht, 1970 wird dieser Schuh von Pele getragen und auch 16 Jahre später, 1986, wird dieser Fußballschuh von dem berühmten argentinischen Spieler Maradona eingesetzt.

Die heutigen Nockenschuhe haben nicht auswechselbare Kunststoff- oder Gummistollen, die fest mit der Sohle verbunden sind. Aber auch Fußballschuhe mit Wechselstollen werden weiterhin eingesetzt. Viele Schuhe werden aus strapazierfähigen, aber trotzdem recht dünnen Känguruhleder hergestellt, die ein optimales Ballgefühl ermöglichen.

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